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Erneuter Start-Ziel-Triumph im Pastorius – Großer Preis von Bayern

Guignol ist der German Racing Champions League-Gewinner 2017

München 1. November 2017

Der von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim für den Stall Ullmann trainierte Guignol ist der Gesamtsieger der German Racing Champions League 2017: In grandioser Manier wiederholte der fünfjährige Cape Cross-Sohn vor toller Kulisse seinen Vorjahressieg im bestbesetzten Rennen des deutschen Rennjahres – im Pastorius – Großer Preis von Bayern (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) am Allerheiligen-Mittwoch auf der Galopprennbahn in München-Riem.

Nachdem er noch 2016 als Riesenaußenseiter dieses Top-Event für sich entschieden hatte, brachte er die 100.000 Euro Siegbörse nun als 44:10-Mitfavorit Start-Ziel auf sein Konto. Erneut teilte Jockey Filip Minarik Guignol an der Spitze alles perfekt ein und rettete in einem ungemein packenden Finale einen knappen Vorsprung von einem Hals auf den letztjährigen Champions League-Gesamtgewinner Iquitos ins Ziel, auch der an der Außenseite heranstürmende Dschingis Secret war nur einen weiteren Hals zurück.

Guignol, der beim 14. Start seinen sechsten Triumph feierte und seine Gesamtgewinnsumme auf 438.900 Euro katapultierte, schob sich mit seinem neuerlichen Erfolg im Pastorius – Großer Preis von Bayern (gesponsert vom Münchener Vize-Präsidenten Franz Prinz von Auersperg) mit 35 Punkten noch auf den ersten Platz der German Racing Champions League, der elf Rennen umfassenden Rennserie 2017 in sechs verschiedenen Galopp-Metropolen! Dahinter belegten Iquitos (31 Punkte, Windstoß (28 Punkte) und Dschingis Secret (27 Punkte) die nächsten Plätze.

Bei den Trainern stand der Gesamtsieg von Markus Klug (89 Punkte) vor Jean-Pierre Carvalho (40 Punkte) und Peter Schiergen (29 Punkte) schon vor dem Finale fest. Bei den Jockeys verteidigte der am Mittwoch hier nicht vertretene Andrasch Starke (46 Punkte) Platz eins vor Filip Minarik (40 Punkte) und Adrie de Vries (39 Punkte).

Doch zurück zu diesem würdigen letzten Wertungslauf. Guignols Jockey Filip Minarik sagte in einem ersten Statement: „Das ist unglaublich. Guignol hat gezeigt, dass er der Beste ist, mit der Taktik hatte das nichts zu tun.“

Trainer Jean-Pierre Carvalho ergänzte: „Schon nach dem Start in Hamburg hatten wir geplant, Guignol nur noch zweimal in Deutschland, in Baden-Baden und München, laufen zu lassen. Der Vorsprung heute unterwegs war knapp. 100 Meter vor dem Ziel war das Adrenalin pur. Es sah ja so aus, als würden Iquitos und Dschingis Secret noch vorbeikommen. Aber Guignol hat groß gekämpft und sich ins Ziel gerettet. Nun werden wir mit ihm im Japan Cup wieder auf Iquitos treffen. Beide Pferde mögen sich offenbar.“

Auch Iquitos, der vom letzten Platz heranflog, lief als Zweiter ein glänzendes Rennen. Trainer Hans-Jürgen Gröschel: „Das war wieder eine Top-Leistung. Er hat seine Form zu Dschingis Secret aus dem Arc richtiggestellt und wurde im Finish nicht zu hart angefasst. Wir sind für Japan gut vorbereitet.“ Im Japan Cup, dem Millionenrennen am 26. November in Tokio, werden sich Guignol und Iquitos voraussichtlich für Deutschland die Ehre geben.
Auch Dschingis Secret machte noch mächtig Boden gut und war als Dritter dichtauf. „Er musste viel aufholen, aber das gilt ja auch für Iquitos. Ich hatte schon vorher gesagt, dass zwischen den deutschen Pferden nur die Tagesform entscheidet. Er ist toll gelaufen und wird jetzt voraussichtlich in die Winterpause gehen“, sagte Trainer Markus Klug.

Der französische Gast Waldgeist sah lange vielversprechend aus, kam am Ende allerdings nicht mehr weiter und wurde – anderthalb Längen hinter dem deutschen Trio – Vierter. „Wir hatten einen guten Rennverlauf, aber er ging am Ende nur noch seinen Strich“, erklärte Jockey Pierre-Charles Boudot. Die anderen Pferde konnten nie in den Kampf der Favoriten eingreifen, wobei Wild Chief bis zur Zielgeraden Zweiter war.
 

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