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Tschechischer Gast dominiert in Bad Harzburg

Anaking ist der Hürden-König

Bad Harzburg 26. Juli 2018

Bad Harzburg hat ein Herz für den Hindernissport. Am Donnerstag wurde das wieder einmal ganz besonders deutlich, denn gleich zwei Prüfungen waren diesem Metier vorbehalten, darunter mit dem Preis des Elektrohandwerks Goslar/Harzburg auch das mit 12.000 Euro dotierte Hürden-Listenrennen. Auf der 3.400 Meter-Distanz dominierte mit Anaking ein Gast aus Tschechien.

Schon über eine Viertelmillion Euro hatte der von Pavel Tuma trainierte Wallach in seiner Laufbahn verdient. Vor zwei Jahren triumphierte er in einer Gruppe I-Prüfung in Mailand. Nach einem siegreichen Comeback in Pardubitz ging die 29:10-Chance unter Josef Bartos hier auf und davon. Schon bald zog der Achtjährige den Gegnern davon und stand nach Klasse deutlich über ihnen.

Interior Minister, das bislang auf diesem Kurs noch ungeschlagene Hindernis-Pferd des Jahres, tat sich unterwegs frühzeitig schwer, rappelte sich aber mit seiner Flachklasse noch einmal auf und eroberte spät noch knapp Platz zwei gegen Amazing Sea Pearl, die sich sehr teuer verkaufte.

Klasse-Debüt von Allez Y

In einem 3.400 Meter-Hürdenrennen verdiente sich die von Uwe Schwinn in Beckingen trainierte Allez Y (86:10) Bestnoten. Denn es war mehr als sehenswert, wie die zum allerersten Mal über Hürden angetretene fünfjährige Stute, zweifache Saisonsiegerin auf der Flachen, hier mit der Konkurrenz umsprang. Mit mächtigem Endspurt entriss sie nach einem couragierten Ritt von Mark Gier noch dem tschechischen Gast Aeneas den sicher geglaubten Sieg. Leo Fantastico hielt sich als Dritter ebenfalls ansprechend.

Dictator zu hoher Quote knapp voraus

Ein Endkampf, der das Publikum von den Sitzen riss, entwickelte sich im wichtigsten Rennen auf der Flachbahn: Im Ausgleich II über 1.550 Meter streckte der von Bohumil Nedorostek in Hannover vorbereitete Außenseiter Dictator (148:10) gegen Vatenko außen den Kopf in Front. Nach Zielfoto-Auswertung stand der zweite Saisonsieg des Wallachs fest. Sein Jockey Wladimir Panov agiert in glänzender Verfassung. Dolokhov und Atreju teilten sich in totem Rennen Platz drei.

In eine glänzende Form hat Philipp Berg aus Böckweiler die Stute Charlie’s Dreamer gebracht. Als 23:10-Favoritin gelang der von Nachwuchschampion Robin Weber gerittenen Lady in einem 1.200 Meter-Handicap ein problemloser Erfolg über Lil’s Affair und Goldie Doll.

Jubel beim Präsidenten über Glückskauf

Das nennt man wahrlich einen Glückskauf: Erst vor zwölf Tagen hatte der Weilerswister Trainer Christian von der Recke bei einer Auktion von Tattersalls in Newmarket den Wallach Shrubland für eine Besitzergemeinschaft um den Harzburger Rennvereins-Präsidenten Stephan Ahrens für 3.200 Pfund erworben. Und schon gab es in einem 2.000 Meter-Rennen den ersten Erfolg. Formjockey Martin Seidl hielt auf der 34:10-Chance einen knappen Vorteil gegen Liberica und Jantar eisern fest.

Und noch ein Pferd entwickelt sich zu einer mehr als lohnenden Investition: Auch bei seinem zweiten Auftritt für die Sonsbecker Trainerin Regine Weißmeier zeichnete sich der England-Import Spiritofedinburgh (30:10) aus und avancierte in einem Handicap über 1.850 Meter zum Doppelsieger im Harz. Unter Esther Ruth Weißmeier setzte sich der Favorit früh und leicht von Lady Leoso ab, hinter der Sealand und Shining Rules die Viererwette vervollständigten, die 4.304:10 Euro bezahlte.

Im abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter durfte Marc Timpelan als Besitzer, Trainer und Reiter von Torqueville (50:10) alle Ehrenpreise mit nach Hause nehmen. Mit immer neuen Reserven wehrte sein Wallach beim achten Karrieretreffer die stets in seiner Nähe galoppierende Tempellicht sowie Strato sicher ab.

Eingeleitet worden war der vierte Meetingstag in Bad Harzburg von einem Junior-Cup-Rennen über 1.850 Meter, das leicht an die 18:10-Favoritin Schwarze Perle unter Gijs Snijders vor Luigi und Dschingis Khan ging.

Vorfreude auf den Großkampftag

Nun darf man sich auf den Großkampftag am Samstag freuen, wenn ein Auktionsrennen sowie drei Superhandicaps mit tollen Wettattraktionen auf dem Programm stehen.


GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

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