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Winterfavorit Rubaiyat setzt in Italien ersten internationalen Akzent

Auch Donjah gewinnt für Darius Racing

Mailand 20. Oktober 2019

Die Superlative, die mit dem zweijährigen Rubaiyat in Verbindung zu bringen sind, wären jetzt um einen zusätzlichen Aspekt zu erweitern. Der Karlshofer Areion-Sohn von Darius Racing ist nicht nur bis dato weiterhin ungeschlagen und offizieller Winterfavorit, nachdem er sich vor Kurzem in Köln diesen renommierten Traditionstitel schon an seine Fahnen hatte heften können. Trainer Henk Grewe führte ihn vielmehr nun dazu noch zu seinem ersten internationalen Sieg.

Unter Clement Lecoeuvre, der bereits im Weidenpescher Park im Sattel gewesen war, triumphierte Rubaiyat heute in Mailand im Premio Gran Criteirum, Italiens wichtigster Prüfung für Zweijährige. Das mit insgesamt 286.000 Euro dotierte GruppeI-II-Examen über 1.500 Meter sicherte sich der deutsche Gast am Ende äußerst souverän. Je weiter es wurde, desto eindrucksvoller fiel der Erfolg des Hengstes (Siegquote 1,7) über Cima Emergency und Elaire Noire bei weichem Geläuf und regnerischem Wetter aus.

Was den Eindruck angeht, stand ihm seine Stall- und Zuchtgefährtin Donjah auf dem San-Siro-Kurs wenig später um nichts nach, als sie sich im Premio Gran Premio Del Jockey Club durchsetzte, der ohnehin seit Jahrzehnten als ein besonders gutes Pflaster für Starter aus der Bundesrepublik gilt. Erneut hieß das personelle Erfolgsteam Grewe/Lecoeuvre. Der dreijährigen Teofilo-Tochter, zuletzt platziert im Großen Preis von Baden wie auch im Preis von Europa, gelang in dem mit einem Preisgeld von 257.400 Euro ausgeschriebenen 2.400-Meter-Gruppe-II-Test zugleich der erste Saisontreffer (Siegquote 1,7), welcher gegen Chasedown und Colomano, den Donjah im Übrigen jüngst im Preis von Europa bereits hatte hinter sich lassen können, einigermaßen früh feststand. Vierter wurde Donjahs Stall- und Trainingsgefährte Khan.

„Ein schöner Tag“, so auch das erste Statement von Holger Faust, dem Racing-Manager von Dr. Stefan Oschmann, der hinter Darius-Racing steht. Dessen Zargun später im Premio Vittorio Di Capua (Gruppe II, 257.400 Euro, 1.600 Meter) allerdings mit der engeren Entscheidung nichts zu tun hatte; wie auch das weitere deutsche Aufgebot – bestehend aus der Stute Nica und dem Hengst Ninario – chancenlos blieb. Das Ende unter sich aus machten hier zwei Lokalmatadore aus, und zwar der spätere Gewinner Out of Time (Dario Vargiu) und der hartnäckig dagegenhaltende Anda Muchacho, hinter denen der Düsseldorfer Überraschungssieger Robin of Navan als Dritter über die Linie ging.

Ein ähnliches Bild ergab sich ebenso im Premio Dormello (Gruppe II, 257.400 Euro, 1.600 Meter) für zweijährige Stuten, zu dem aus deutschen Landen sowohl Always Dreaming als auch Ancona über die Alpen aufgebrochen waren. In einem „Biegen-oder-Brechen-Finale“ behielt die britische Stute Night Colours (Fabio Branca)hier die Oberhand hauchdünn über die Italienerin Rose Secret. Das dritte Geld nahm die britische Favoritin Romsey mit nach Hause.

Nicht allzu viel Staat machen konnte darüber hinaus das deutsche Aufgebot beim heutigen Renntag in Longchamp. Immerhin schaffte es die dreijährige K Club  auf Listenebene im Prix de Saint-Cyr das vierte Geld mitzunehmen. Insbesondere galt das Interesse hierzulande jedoch dem Auftritt des Ravensbergers Winterfuchs im Prix du Conseil de Paris (Gruppe II, 130.000 Euro, 2.200 Meter), der den von Carmen Bocskai betreuten Dreijährigen unter Sibylle Vogt am Ende auf Platz sechs sah. Gewonnen wurde das heutige Top-Rennen auf der Karte im Bois de Bolougne vom Riesenaußenseiter Subway Dancer unter René Koplik, hinter dem die dreijährige Edisa vor Silverwave den Ehrenplatz besetzte.

Nicht unterschlagen werden darf allerdings der Erfolg der fünfjährigen Qualisaga im Besitz von Torsten Raber, die in Frankreich von Carina Fey trainiert wird. Auf Listenebene schlug sie im mit 52.000 Euro dotierten und über 1.600 Meter führenden Prix du Ranelagh unter Eddy Hardouin Magny Cours und History Winter.